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Kath. Pfarrkirche St. Gertrud

Im Jahr 960 wurde erstmals eine kleine "Zehnt-Kirche" auf diesem höchsten Punkt des Dorfes Leimersheim urkundlich erwähnt. In denjahren 1729 - 1732 entstand an der gleichen Stelle eine in der Pfalz seltene Spät-Barock-Kirche, die aus Steinen der Klosterkirche zu Hördt gebaut wurde und von der noch heute der Chorraum erhalten ist Im Dorf wohnten damals ca. 700 Katholiken. Der ebenfalls noch erhaltene und 1997 restaurierte spätbarocke Hochaltar (1750) mit zwei Säulen, vier Pilastern und dem geschweiften Aufsatz mit Engeln zeigt auf dem großen Altarblatt "Das Heilige Abendmahl" auf dem kleineren Oberbild "Die heilige Nonne Gertrud" (von 626 - 659, 1. Äbtissin des Klosters von Nivelles, Patronin der Leimersheimer Kirche) Die Altarfiguren stammen von Paul Egell und stellen dar. Die Altarfigur links "Johannes, der Täufer" die Altarfigur rechts "Johannes, der Evangelist"

Der über einhundert Jahre alte Gedanke einer Kirchenerweiterung wurde 1962 für das mittlerweile viel zu klein gewordene Gotteshaus realisiert. Außer dem Chorteil, der wegen kunsthistorisch-denkmalpflegerischen Auflagen erhalten werden sollte, wurde die Kirche abgerissen. Mit ihren Steinen wurde u.a. die Straße zum Sportplatz befestigt, die heutige St.-Gertrudis-Straße. Der Neubau, geplant von Dipl. Ing. Erwin van Aaken aus Würzburg, ist geprägt von der praktischen Notwendigkeit, Raum zu schaffen, und trägt den Stempel seiner Epoche. Das neuzeitliche, lichtdurchflutete Gotteshaus ist ein weithin sichtbares Zeichen des Aufbruchs religiösen Lebens im Sinne des 2. Vatikanischen Konzils, das zur Bauzeit stattgefunden hat. So symbolisieren die beiden mächtigen Giebel eine Schreitbewegung, die dem Motto dieses Konzils entsprachen: DAS VOLK GOTTES UNTERWEGS

Die biblischen Motive der Giebel: Südseite, zur Straße hin "Die Speisung des Propheten Elias in der Wüste" Nordseite "Der Traum Jakobs auf seinem Fluchtweg (Jakobsleiter)" In der Taufkapelle an der Westseite ist die weiße Taube als Taufsymbol in die warmen rot-blau-Töne der kunstvollen Beton-Glas-Wandungen eingearbeitet. Das Kirchenschiff symbolisiert das Zelt Gottes unter den Menschen und das Schieferdach (auf einer 50-Tonnen-Eisenkonstruktion) bildet himmelwärts ein Kreuzzeichen. Im Februar 1969 wurde die neue Orgel -mit 29 Registern- in Betrieb genommen. Die Kreuzwegstationen stammen von dem Künstler de Ponte aus Heilbronn. "Madonna mit dem Kind", eine Holzstatue mit der Sockelaufschrift "Verona, 1894", wurde 1962 nach Leimersheim gebracht.

Chronologie des Geläutes der vier Glocken FIS/A/H/CIS
Kleinste CIS-Glocke: Gegossen 1865, 161 kg schwer, gewidmet der hl. Patronin Gertrud
Größte FIS-Glocke: Gegossen 1950, 671 kg, zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit
Mittlere A-Glocke: Gegossen 1950, 406 kg, z E. d. Allerseligsten Jungfrau Maria
H-Glocke: Gegossen 1963, 288 kg schwer, dem Schifferpatron Sankt Nikolaus gewidmet Die Glocken FIS und A gehörten bereits 1865 zum Geläute, wurden aber für Kriegszwecke (!) mehrmals beschlagnahmt und eingeschmolzen. In Friedenszeiten wurden sie dann wieder mit hohem finanziellem Aufwand neu angeschafft. (Letztmals 1950) Die Kupferplatten der großen Eingangstüren zeigen weihnachtliche Motive:

Die herbeieilenden Hirten des Feldes und das Kommen der Könige aus dem Morgenland.

Ihre Symbolik: MACHEN AUCH WIR UNS AUF DEN WEG ZU IHM

In der Gemeinde Leimersheim leben 1850 Katholiken (Stand: Januar 2008). Das Gotteshaus bietet Platz für ca. 600 Gläubige. Am 17. März, dem Todestag der hl. Gertrud, wird alljährlich das Patronsfest gefeiert.

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