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Geschichts- und Begegnungsstätte

Ehemalige Synagoge

Urkundlich belegt ist jüdisches Leben in Rülzheim erstmals im Jahre 1667. Seit dem 18. bis ins 20. Jahrhundert existierte im Ort eine der größten und bedeutendsten jüdischen Landgemeinden der Pfalz. Ihren Höchststand erreichte der jüdische Bevölkerungsanteil im Jahr 1857 als man mit 457 Personen fast ein Sechstel der Gesamtbevölkerung stellte.

Die heutige Geschichts- und Begegnungsstätte in der Kuntzengasse 3-5 war die ehemalige Synagoge. Im Februar 1831 beschloss der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde, vertreten durch Ulrich Cahn und David Feibelmann, den Bau einer neuen Synagoge. Anfang Juli 1832 konnte dann mit den Arbeiten begonnen werden, die im Dezember 1833 beendet wurden. Die Planung der Synagoge lag in den Händen des bedeutendsten Architekten der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts August von Voit.

In der Reichskristallnacht wurde die Synagoge demoliert, Inneneinrichtungen, Fenster und Dach zerstört.

Nach der Nazi-Zeit wurde die Synagoge von der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz an die katholische Kirchenstiftung verkauft. Dazu gehörten damals noch das erhaltene Schul- und Badhaus und die Remise. In den Jahren darauf wurde die Synagoge umgebaut und diente lange Jahre als Jugendheim.

Am 22.01.1986 wurde die Synagoge unter Denkmalschutz gestellt. Der Gemeinderat Rülzheim beschloss am 11.7.1988, die Synagoge von der kath. Kirchengemeinde anzukaufen und zu sanieren. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten im Juni 1991 wurde die Synagoge zur Geschichts- und Begegnungsstätte. Seither wird sie für Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen, Vorträge etc. genutzt.

*) Vollständige Ausführungen siehe Ortschronik „Rülzheim im Wandel der Zeiten“ 1991

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter:
www.alemannia-judaica.de/ruelzheim_synagoge.htm

 

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