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Hauhechelbläuling

Poliommatus icarus

Der Hauhechelbläuling ist der häufigste der einheimischen Bläulinge, da seine Raupen neben dem Hauhechel auch Klee, Wicken und andere Schmetterlingsblüter verzehren. An den Wiesenabschnitten der Ackerflächen wird man ihn am ehesten antreffen. Bis zu drei Generationen fliegen im Jahr!

Feuerlibelle

Crocothemis erythreae

Diese vor etwa 30 Jahren in Nordafrika und lokal in Südeuropa vorkommende hübsche Libelle ist ein Wärmezeiger und findet sich heute schon regelmäßig entlang des Rheingrabens, wo sie von der globalen Erwärmung profitierend schon etwa bis nach Nordrhein-Westfalen vorkommt. Sie gehört zu den Heidelibellen-Arten. Auch die gestreifte Heidelibelle und vereinzelt auch die Gemeine Heidelibelle sind in den Hördter Auen zu finden! Die Weibchen dieser drei Arten sind eher bräunlich gefärbt.

Helm-Knabenkraut

Orchis militaris

Wanderer und Naturfreunde aufgepasst! An sonnigen Stellen der Auen findet sich das im Mittelmeer verbreitete Helm-Knabenkraut. Nur das Zusammenleben der Orchidee mit einem weitverzweigten Bodenpilz ermöglicht ihr Wachstum. Das ist der Grund, weshalb die Pflanzen kaum umgesetzt und kultiviert werden können, wenn man sie ausgräbt. Also: Immer wachsen lassen!!… wie man es mittlerweile überhaupt mit fast allen Blütenpflanzen des Waldes macht. „Rücksichtslose Verehrung hindert ihre Vermehrung“!

Hirschkäfer

Lucanus cervus

Ein echtes Juwel der Rheinaue ist der einst weit verbreitete und vom Aussterben bedrohte Hirschkäfer. Er braucht zu seiner Entwicklung alte ehrwürdige Buchen oder Stieleichen, in denen sich die Larven in Gängen vom Holz ernähren. Im Juni ist er stellenweise noch häufiger zu finden. Auch finden die aufmerksamen Wanderer Reste von Flügeldecken der „Geweihen“, da jagende Fledermäuse den großen langsam fliegenden
Käfer an den Wegschneisen erbeuten!

Laubfrosch

Hyla arborea

Der Laubfrosch ist sicher das amphibische Juwel der Rheinauen. Er ist die einzige europäische Art dieser sonst im Schwerpunkt tropisch-subtropischen Familie. Er besitzt als Vertreter der Laubfrösche im Gegensatz zu den „Braunfrosch-Arten“ oder den „Wasserfrosch-Spezies“ Saugnäpfe an den Fingerkuppen, die es ihm ermöglichen, seinen Lebensraum im Geäst und Schilf entlang der Ufer zu nutzen. Hochgradig bedroht durch Lebensraumveränderungen sollten wir besonders behutsam mit ihm umgehen und ihn mitsamt seines Lebensraumes schützen.

Bergmolch

Triturus alpestris

Der kleine Molch ist noch eine der häufigsten Arten in Deutschland und vor allem in den zahlreichen Tümpeln und im Bereich der Fischteiche in den Auen zu finden. Fadenmolch, Teichmolch und der immer seltenere Kammolch sind die übersichtlich zu unterscheidenden Geschwister!

 

Eisvogel

Alcedo atthis

Sein heller, spitzer Ruf ist charakteristisch, wenn er oft pfeilschnell dicht über die Wasseroberfläche fliegt. Der Eisvogel brütet in Böschungen und Gängen, die er oft am Ufer der Gewässer oder in alten Sandgruben in Gewässernähe anlegt. An den Ufern der Altarme können wir den Eisvogel das gesamte Jahr über beim Fischen beobachten, solange es eisfrei ist.